Asyl

DOSSIER: Asyl ist die erste umfassende journalistische Untersuchung der Lebensbedingungen von Asylsuchenden in Österreich. Von Juli bis September 2013 besuchte das DOSSIER-Team dafür rund 100 Asylquartiere, legte knapp 10.000 Kilometer mit dem Auto zurück, um herauszufinden, wie Menschen, die Schutz suchen, in Österreich leben. DOSSIER: Asyl ist in Zusammenarbeit mit Redakteuren von Talk im Hangar-7, einer Diskussionssendung des österreichischen Fernsehsender ServusTV, entstanden. 

Die Ergebnisse sind sowohl auf einer interaktiven Karte aufbereitet, als auch in der knapp einstündigen TV-Reportage „Im Abseits – Das Geschäft mit Flüchtlingen“ dokumentiert. Sowohl die Methodik, das Bewertungssystem als auch die Rohdaten liegen offen und zum Download aufbereitet auf der Website. Da in den vergangenen Jahren die meisten Asylsuchenden aus Afghanistan nach Österreich kamen, war auch Farsi (bzw. Dari) eine häufig gesprochene Sprache in der Recherche. Um die Ergebnisse den Menschen zugänglich zu machen, die sie allen voran betreffen, wurden die wichtigsten Inhalte der Website in Farsi übersetzt. 

DOSSIER: Asyl erreichte medial und politisch nationale Aufmerksamkeit. Tageszeitungen, Magazine und Fernsehsender, wie etwa der ORF, griffen das Thema und die DOSSIER-Ergebnisse auf. Die Wiener Wochenzeitung „Falter“ widmet der DOSSIER-Recherche die Titelseite mit der Geschichte „Wo man mit ‚Schwein!’ grüßt“. 

Auch die Politik reagierte auf die DOSSIER-Recherche: Behörden verstärkten in Folge die Kontrollen; NGOs fordern erneut einheitliche Mindeststandards; in Niederösterreich wird eine Sonderkommission eingerichtet, um die Recherchen zu überprüfen. Und: Asylheimbetreiberinnen und -betreiber beginnen mit der Sanierung von Unterkünften. Ein Jahr später besuchte DOSSIER gemeinsam mit Talk im Hangar-7 die Problemquartier der ersten Recherche erneut. Die TV-Dokumentation „DAS ASYL-RÄTSEL: Wohin mit den Flüchtlingen?” wurde am 31.10.2014 erstmals auf ServusTV ausgestrahlt.