IBIZA-Preis

  

  • Einsendungen bis 13. Dezember 2020
  • Preisverleihung am 27. Jänner 2021
  • Neue Partner: Künstlerhaus und Volkstheater
  • Update: Wegen der COVID-19-Pandemie musste die Preisverleihung auf 30. März 2021 verschoben werden.

Rückfragen und Informationen:

Ashwien Sankholkar
ibiza-preis@dossier.at

Am 20. Jänner 2020 wurde der IBIZA-Preis zum ersten Mal verliehen; nun geht diese gemeinsame Initiative der unabhängigen Investigativplattform DOSSIER und des Verbands Filmregie Österreich in die nächste Runde. Am 27. Jänner 2021 wird der IBIZA-Preis für herausragende Videos, die 2020 den öffentlichen Diskurs positiv verändert haben, zum zweiten Mal vergeben.

„Wir stellen audiovisuelle Beiträge, die sich zwischen klassischem Aufdeckungsjournalismus und Filmkunst bewegen, in den Fokus“, sagt Regisseurin Elisabeth Scharang und IBIZA-Preis-Jurymitglied. „Prämiert werden Videos, die über Social Media einen Diskurs entfacht oder gesellschaftliche Missstände aufgedeckt haben“, ergänzt Chefreporter Ashwien Sankholkar von DOSSIER. Die Beiträge werden gesammelt und von einer Jury gereiht.

Im zweiten Jahr des IBIZA-Preises bekommt diese zivilgesellschaftliche Initiative von Filmschaffenden und Investigativen zwei neue starke Partner*innen: Die Vereinigung Künstlerhaus und das Volkstheater schließen sich an.

Tanja Prušnik, Präsidentin der Vereinigung Künstlerhaus: „Zivilgesellschaftliche Initiativen wie der IBIZA-Preis sind in Österreich schon lange nicht mehr alltäglich. Gerade in der gegenwärtigen Situation einer von politischen und wirtschaftlichen Interessen intransparent gesteuerten Medienlandschaft, die auch dem kulturellen Sektor nicht mehr gerecht wird, wollen wir unseren Beitrag zur Schärfung des demokratiepolitischen Diskurses leisten, den sich der IBIZA-Preis zum Ziel gesetzt hat.“

Kay Voges, Direktor des Volkstheaters: „Max Reinhardt hat einmal gesagt, dass die Aufgabe der Schauspieler*innen nicht Verstellung sei, sondern Enthüllung. Auch wenn die Methodik eine etwas andere ist als die von Investigativjournalist*innen, so suchen wir im Theater genauso nach etwas, was wahr sein könnte. Deswegen freuen wir uns von Herzen, den IBIZA-Preis 2021 bei uns im Volkstheater veranstalten zu dürfen und eine weitere Brücke zwischen unseren beiden Disziplinen zu bauen.“

2020 ging der IBIZA-Preis ganz klar an das Investigativteam der „Süddeutschen Zeitung“ für das IBIZA-Video, das auch namensgebend für den Preis war. Die heimliche Videoaufzeichnung von Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus löste eine Staatskrise aus und beschäftigt aktuell einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Die „Süddeutsche“ nahm den Preis stellvertretend für die Urheber*innen entgegen. „Das IBIZA-Video hat in seinen Auswirkungen auf die Republik gezeigt, welche Wirkkraft audiovisuelle Werke haben können“, sagt Regisseur Franz Novotny vom Verband Filmregie, der im Mai letzten Jahres die Idee für den IBIZA-Preis hatte. Ebenfalls nominiert waren 2020 das „Schreddervideo“ und die Dokumentation eines Polizeiübergriffs bei einer Klimaschutzdemo in Wien, bei der ein Demonstrant von Einsatzkräften fast überfahren wurde.

Mit einem öffentlichen Aufruf richten sich die Organisator*innen des IBIZA-Preises nun an alle, die relevante audiovisuelle Beiträge gedreht, gesehen oder gelikt haben.

Bis 13. Dezember können Videos vorgeschlagen und Videolinks eingeschickt werden:

office@austrian-directors.com oder ibiza-preis@dossier.at.

Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen eines Pressegesprächs am 30. März 2021 in der Roten Bar des Volkstheaters. Der Preis ist ein Kunstwerk, das aus dem Kreis der Mitglieder des Künstlerhauses kommt und für diesen Anlass gefertigt wird.