Die Einkäufer

Was in den Regalen der Supermärkte steht, entscheidet ein kleiner Personenkreis: die mächtigen Einkäufer. Was sich für sie nicht ­rechnet, können Hersteller nicht verkaufen – was ihnen nicht schmeckt, können wir nicht kaufen.

Supermärkte26.9.2020 

Text: Florian Skrabal
Recherche: David Hanny, Nadja Jansenberger, Maximilian Miller, Florian Skrabal
Illustration: Fabian Lang

Im Supermarktgetriebe zählen sie zu den großen Rädern: die Einkäufer der Handelsriesen. Für Interviews sind sie selten zu haben, schon gar nicht für kritische. Das liegt insbesondere an ihren Arbeit­gebern, die sie hermetisch abschirmen. Ihre Einkäufer würden generell nicht mit der Presse reden wollen, heißt es lapidar aus der Rewe-Zentrale. Für Spar kommt die DOSSIER-Anfrage einem Sakrileg gleich: »Einkäufer dürfen definitiv nicht mit Medien sprechen. Die haben ein striktes Redeverbot, weil sie zu viele Geschäftsgeheimnisse kennen«, sagt Spar-Pressesprecherin Nicole Berkmann. »Das ist das Eingemachte eines Handelskonzerns, quasi das Herz. Das zeigt man einfach nicht nach außen.«

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