Historie

Darf’s a bisserl mehr sein?

Vor 70 Jahren eröffnete die Linzer Konsumgenossenschaft den ­ersten Supermarkt Österreichs. Das Konzept Selbstbedienung machte den Konsum zum Top-Player im heimischen Lebensmittelhandel, doch die Konkurrenz schlief nicht. Eine Supermarkt-Zeitreise.

Text: Tano Bojankin

Supermärkte26.9.2020 

Aufmacherfoto: Archiv der Stadt Linz

Es gibt Tage, da ist in der Weltgeschichte einiges los. Der 27. Mai 1950 war auf den ersten Blick nicht so ein Tag. Zumindest wenn man nur eine Blitzrecherche in einschlägigen Online-Chroniken startet. Und trotzdem veränderte dieses Datum die junge österreichische Nachkriegsgeschichte.

In Linz, damals geteilt in eine amerikanische und eine russische Zone, eröffnete nämlich vor 70 Jahren der erste Supermarkt Österreichs. In der Wiener Straße 2, im amerikanischen Sektor der Stadt, wurde Geschichte geschrieben: Hier stand fortan kein Kaufmann mehr hinter der Ladentheke und bediente seine Kunden.

Wer einkaufte, durfte seine Waren selbst aus den Regalen klauben und an der Kassa bezahlen. Was heute selbst­verständlich ist, war damals eine Innovation, die mit dem griffigen Slogan »Selbstbedienung spart Zeit« beworben wurde. 

Exklusiv für Mitglieder

Kritischer Journalismus braucht kritische LeserInnen

Werden Sie Mitglied und unterstützen Sie unabhängigen Journalismus dauerhaft. Sie erhalten das DOSSIER-Magazin zweimal jährlich per Post und zusätzlich im Digital-Abo.

Mehr erfahren

Mitglied werdenund alle Artikel lesen