Duell zu dritt

Zwei verfeindete Clans ringen seit Jahrzehnten um die Vorherrschaft bei der »Krone«. Nun sorgt ein dritter Player für Angst und Schrecken am Boulevard.

Text: Georg Eckelsberger, Illustration: S. R. Ayers

Kronen Zeitung11.4.2019 

Selbst im organisierten Verbrechen gibt es Regeln. Die oberste Maxime der Mafia heißt Omertà – das Gesetz des Schweigens. Wer etwas über das Innenleben der Kronen Zeitung herauszufinden versucht, bekommt den Eindruck, dass die Omertà auch im Pressehaus in der Muthgasse 2 gilt. Hier wird das Geld zwar auf legale Weise verdient, doch kaum jemand will darüber reden – zumindest nicht offiziell. Nur wenige sind bereit, sich unter Zusicherung der Anonymität zu treffen, am besten an einem nichtöffentlichen Ort. Selbst hartgesottene Krone-­Veteranen wie Kolumnist Michael Jeannée winken scheu ab: Für die deutsche Zeitung Bild am Sonntag flog er in jungen Jahren nach Uganda, um mit dem Despoten Idi Amin („Der Schlächter von Afrika“) zu parlieren. Bei seinen Attacken gegen Conchita Wurst oder ORF-Boss Alexander Wrabetz poltert Jeannée noch heute ohne Rücksicht auf Verluste. Die DOSSIER-Interviewanfrage quittiert er kleinlaut: „Da muss ich mit dem Chef reden.“ Dann: Funkstille.

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