Die Inserate des Werner F.

Vor rund sechs Jahren stellte die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen Bundeskanzler Werner Faymann ein. Nun veröffentlichte die Justiz ihre Begründung. Rückblick auf einen Skandal, der ein politischer Dammbruch war und bis heute Österreichs Medienlandschaft prägt.

Text: Florian Skrabal, Illustration: Fabian Lang

Kronen Zeitung11.4.2019 

In diesem Artikel finden Sie Links zu Original-Dokumenten aus der Recherche.

Mehr erfahren

Das hat es in Österreich noch nicht gegeben: staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen einen amtierenden Bundeskanzler. Fast zweieinhalb Jahre begleitete der Verdacht der Untreue und der falschen Zeugenaussage den zwölften Bundeskanzler der Zweiten Republik: Werner Faymann (SPÖ). In den Medien wurden die Vorwürfe gegen ihn und seinen treuen Weggefährten, den einstigen Kanzleramts- und Medienminister Josef Ostermayer (SPÖ), als „Inseratenaffäre“ bezeichnet. Dass ein Kanzler als Beschuldigter geführt und während seiner Amtszeit einvernommen wurde, war jedoch nur die juristische Spitze des Eisbergs. Die politische Verantwortung ist bis heute nicht geklärt, wird sie wohl auch nie.

Exklusiv für Mitglieder

Kritischer Journalismus braucht kritische LeserInnen

Werden Sie Mitglied und unterstützen Sie unabhängigen Journalismus dauerhaft. Sie erhalten das DOSSIER-Magazin zweimal jährlich per Post und zusätzlich im Digital-Abo.

Mehr erfahren

Mitglied werdenund alle Artikel lesen