Inserate

FAQ

Warum veranstaltet ihr ein Inseraterennen zur Wahl?

In vergangenen Wahlkämpfen nutzten Regierungsparteien öffentliche Budgets, um just in den Wochen vor der Wahl ihre Leistungen verstärkt zu bewerben. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob hier Steuergeld verschwendet wird, sondern auch darum, inwiefern diese Praxis fair gegenüber den politischen Mitbewerbern ist. Das wollen wir mit dem Rennen in den Wochen vor der Wahl thematisieren.

Warum treten im Hauptbewerb die Ministerien gegen die Koalition gegen die Opposition an?

Dass wahlwerbende Parteien im Wahlkampf inserieren, ist richtig und wichtig. Uns geht es darum, auf die Schaltungen der Ministerien aufmerksam zu machen. Um unser Anliegen in den Fokus zu rücken, werten wir nicht alle Parteien gemeinsam, sondern stellen die Ausgaben der Regierungsparteien und der Opposition jenen der Ministerien gegenüber.

Wie funktioniert die Wertung?

In die Wer­tung flie­ßen In­se­ra­te von Par­tei­en und Ministerien ein. Jede Aus­ga­be zwi­schen 1. September und 15. Ok­to­ber 2017 zählt. Dabei wird die An­zahl der gaschalteten Sei­ten mit dem aus­ge­wie­se­nen Preis laut ak­tu­el­ler Ta­rif­lis­te des je­wei­li­gen Me­di­ums mul­ti­pli­ziert. Gewonnen hat, wer bis zum Tag der Wahl die höchsten Ausgaben, gemessen am Bruttowerbewert, verzeichnet hat. Die vorläufigen Sieger werden wir nach sechs Wochen, am 13. Oktober, küren. 

In der Wertung der Zeitungen gewinnt jenes Printmedium, in dem die meisten Anzeigen, gemessen am Bruttowerbewert, geschalten wurden.

Was ist der Bruttowerbewert?

Jedes Me­di­um weist in sei­nen Me­di­en­da­ten Ta­ri­fe für Wer­bung aus. So kos­tet etwa ein ganz­sei­ti­ges In­se­rat in der Gra­tis­zei­tung Heute laut ak­tu­el­ler Ta­rif­lis­te 23.994 Euro. Man spricht vom Brut­to­wer­be­wert für eine An­zei­gen­sei­te. Al­ler­dings ist es in der Wer­be­bran­che üb­lich, Ra­bat­te zu ver­han­deln. Des­we­gen gibt es eine Ab­wei­chung zwi­schen dem Brut­to­wer­be­wert und dem tat­säch­lich be­zahl­ten Preis für ein In­se­rat. Da wir kei­nen Ein­blick in die Ver­hand­lun­gen über Ra­bat­te haben, kön­nen über Preis­nach­läs­se keine Aus­sa­gen ge­trof­fen wer­den. Somit sind die Sum­men, die für das Ren­nen re­le­vant sind, die Sum­men des Brut­to­wer­be­wer­tes.

Welche Inserate werden gezählt?

Wir zählen alle Inserate, die von wahlwerbenden Parteien und den Ministerien geschaltet werden und als solche klar gekennzeichnet sind. Redaktionelle Anzeigen, die trotz der gesetzlichen Kennzeichnungspflicht nicht als Werbung ausgewiesen sind, erheben wir nicht.

Welche Zeitungen werden untersucht?

Da wir nicht die Kapazitäten haben, Inserateschaltungen in allen Printprodukte zu erheben, haben wir uns für diese Zeitungen entschieden: Kronen Zeitung, Heute, Österreich, Kurier, Der Standard und Die Presse. Diese Tageszeitungen decken ein breites Spektrum ab: Es sind Gratis- und Kaufzeitungen dabei, der Boulevard sowie die Qualitätspresse.