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Recherchieren Sie in der Akte Eurofighter

Fast ein Jahr lang ermittelte die Task Force Eurofighter unter strengster Geheimhaltung – der Codename: Minerva. Rund fünf Terabyte an Daten wurden forensisch untersucht, ein geheimer Datenraum eingerichtet. DOSSIER und das Nachrichtenmagazin profil haben nun einen öffentlichen Datenraum geschaffen. Durchsuchen Sie Dokumente zur Causa und tauchen Sie in eine der größten Affären der Zweiten Republik ein: die Akte Eurofighter.

Neue Dokumente und brisante Themenkomplexe

18.07.2017

Drehscheibe Columbus Trade Services Ltd.

Die Columbus Trade Services Ltd. mit Sitz auf der Isle of Man diente EADS Deutschland als Drehscheibe für mutmaßliche Schmiergeldzahlungen. Für die angebliche „Vermittlung“ von Gegengeschäfte (Daimler-Magna, Airbus-FACC) stellte dieser Briefkasten der Vector Aerospace LLP, einem anderen Briefkasten mit Sitz in London, Millionen in Rechnung. Laut italienischer Finanzpolizei fakturierte Columbus zwischen 2005 und 2008 nicht weniger als 58,279 Millionen Euro, wovon ein Teil tatsächlich bezahlt wurde. Wofür genau? Unklar.

12.7.2017

Auf der Spur des Vector-Netzwerks: 893 britische Firmendokumente durchsuchbar

Machen Sie sich auf die Spur des Vector-Netzwerks, über das Provisionszahlungen für Gegenschäfte und Schmiergelder geflossen sein sollen: Zahlungen aus dem Eurofighter-Deal führen zur ominösen Vector Aerospace LLP nach London, doch wer steht hinter der Firma? DOSSIER und profil erweitern die Akte Eurofighter um 893 Firmendokumente (Gründungsurkunden, Bilanzen, Jahresberichte) aus Großbritannien.

11.7.2017

Gegengeschäfte (Teil 2): der Fall Rosenbauer

EADS Deutschland kaufte sich in Geschäfte Dritter ein, um diese als Gegengeschäfte anrechnen zu lassen. Zwischen 2005 und 2011 überwies EADS Deutschland einer Tochter der Stuttgarter Daimler AG insgesamt 614.308 Euro an Provisionen. 60 Prozent wurden an den oberösterreichischen Feuerwehrausrüster Rosenbauer International weitergereicht. Im Abtausch dafür konnte EADS einen Gemeinschaftsauftrag von Daimler/Rosenbauer in Kroatien in Österreich als Kompensationsgeschäft anschreiben lassen. Ein Teil der Vergütungen wurde über die Briefkästen Omesco (Limassol) und Vector Aerospace (London) abgewickelt.

10.07.2017

Gegengeschäfte (Teil 1): die Achse EADS-Daimler

Der deutsche Daimler-Konzern stellte EADS Deutschland Aufträge an österreichische Unternehmen (allen voran Magna-Steyr und Rosenbauer International) in der Höhe mehrerer hundert Millionen Euro als „Gegengeschäfte" zur Verfügung – und bekam dafür mehr als drei Millionen Euro Provisionen. Dieses Kapitel zeigt Verträge, Korrespondenz und Zahlungsflüsse rund um die Magna-Aufträge. Den Fall Rosenbauer werden wir in einem Subkapitel darstellen: Bleiben Sie dran!

5.7.2017

878.500 Euro für Ex-FPÖ-Mitarbeiter

Zwischen 2003 und 2010 zahlte der EADS-Lobbyist Alfred Plattner zwei ehemaligen FPÖ-Mitarbeitern in Summe 878.500 Euro an Beraterhonoraren und Provisionen – ein Teil des Geldes wurde an weitere Berater weitergereicht. Wofür? Romana Schmidt und Josef Eltantawi sollen unter anderem für eine „Stimmungsverbesserung im Zuge des Ankaufes der Eurofighter“ gesorgt haben.

19.06.2017

Die Achse City Chambers – acht Millionen Euro für einen Briefkasten

Zwischen 2003 und 2009 überwies EADS Deutschland acht Millionen Euro an die Londoner Firma City Chambers Limited. Angeblich Beraterhonorare. Die Justiz vermutet Schmiergelder für österreichische Entscheidungsträger. Hinter City Chambers stand der Wiener Kaufmann Herbert W., das belegen Bankunterlagen aus der Schweiz. W. war (und ist) Untermieter in der früheren Anwaltskanzlei des FPÖ-Volksanwalts Peter Fichtenbauer, zwischen 2006 und 2013 unter anderem FPÖ-Nationalratsabgeordneter, -Wehrsprecher und Vorsitzender des Landesverteidigungsausschusses. Ein Zufall?

07.06.2017

Die Firmen hinter dem Deal: 176 Dokumente durchsuchbar

An dem Eurofighter-Ankauf waren neben Airbus (vormals: EADS) zahlreiche andere Unternehmen beteiligt – sei es, um bei Politik und Militär zu lobbyieren oder um die umstrittenen Gegengeschäfte abzuwickeln. Deshalb haben wir unsere Datenbank erweitert: In der Akte Eurofighter finden Sie ab sofort 176 Dokumente zu österreichischen Firmen, darunter historische sowie amtliche Auszüge sowie Bilanzen und Jahresabschlüsse. Hinweis: DOSSIER unterstellt keinem der Unternehmen illegale oder unsittliche Machenschaften. Wir veröffentlichen lediglich Unterlagen, die öffentlich einsehbar und für Recherchezwecke relevant sein können.

02.06.2017

Die Rolle von Generalmajor „Air Chief“ Erich Wolf und die EADS-Bundesheer-Sponsorings

Generalmajor Erich Wolf war ein wichtiger Ansprechpartner für EADS Deutschland. Kommandant der Österreichischen Luftstreitkräfte (2002 bis 2006), „Air Chief“ im Generalstab des Verteidigungsministeriums (2006 bis 2007), Eurofighter-Befürworter. Wolf nahm an EADS-Teambesprechungen teil, war in Werbe- und PR-Strategien des Rüstungskonzerns eingebunden, hielt Kontakt zu Managern des Rüstungskonzerns. Sein Name taucht auch in Zusammenhang mit dem (gescheiterten) „Projekt Spielberg“ auf. Zwischen 2002 und 2006 sponserten EADS Deutschland und die Eurofighter GmbH Projekte des Bundesheeres und heeresnaher Institutionen mit insgesamt 572.000 Euro (darunter auch drei Golfturniere des Kommandos Luftstreitkräfte).

1.6.2017

Republik Österreich vs. Airbus: die Anzeige

Hätte Airbus (vormals EADS) die Republik nicht betrügerisch getäuscht, wäre die Wahl nicht auf den Eurofighter, sondern den Saab Gripen gefallen – so lautet der zentrale Vorwurf in der Sachverhaltsdarstellung, die das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport am 16. Februar 2017 bei der Staatsanwaltschaft Wien eingereicht hat.

1.6.2017

Die Achse EADS-Rapid

Zum Projektstart zeigen wir Ihnen Dokumente aus dem Inneren von EADS Deutschland – darunter die bisher unveröffentlichten drei Verträge (nebst entsprechender Rechnungen) mit dem SK Rapid Wien, auf deren Grundlage dem Fußballverein zwischen 2003 und 2007 in Summe 4,05 Millionen Euro zuflossen. Wofür? EADS Deutschland wollte ganz offensichtlich die „Rapid-narrischen SPÖler“ um Alfred Gusenbauer auf Linie bringen.