
Die Recherche-Show (2021)
Die erste Theaterpremiere feierten wir im Februar 2021 gemeinsam mit dem Wiener Volkstheater und dem Grazer Theater im Bahnhof: jene des Stücks »Die Recherche-Show«. Die interaktive Inszenierung unserer Recherchen über den Red-Bull-Konzern ist eine Mischung aus Talkshow, Dokumentation und Live-Journalismus. Die Aufzeichnung der Show finden Sie auf unserer Website. Das Video ist für DOSSIER-Mitglieder frei zugänglich.

Heldenplätze (2021)
Im September 2021 folgte die nächste Premiere, diesmal von »Heldenplätze«, geschrieben und inszeniert von Calle Fuhr. In der One-Woman-Show setzt sich Schauspielerin Gerti Drassl mit der Demaskierung des Skistars und Nationalhelden Toni Sailer auseinander. Basierend auf unseren Recherchen zu den Missbrauchsvorwürfen gegen Sailer, die Jahre zuvor für viel Aufsehen gesorgt hatten, schrieb Fuhr einen eindringlichen Monolog über kollektive und individuelle Erinnerungskultur.

Die Redaktion (2023)
Im Stück »Die Redaktion« wurde der Prozess hinter investigativen Recherchen und damit wir selbst zum Thema: unsere journalistische Arbeit sowie der Umgang mit Drohungen und Klagen im Zusammenhang mit Österreichs größtem Industriekonzern OMV. Fakten, Gefühle und politische Zusammenhänge flossen in einer für das Publikum erlebbaren Reportage ineinander. »Die Redaktion« beschäftigt sich mit den Schattenseiten des Konzerns und verhandelt eine Einschüchterungsklage gegen DOSSIER sowie die milliardenschwere Borealis-Übernahme auf der Theaterbühne. Die Inszenierung hat ein besonderes medienpolitisches Gewicht, weil unser Investigativjournalismus und die juristischen Schritte der OMV dagegen auf die Bühne gebracht und so für das Publikum greifbar werden. Abermals arbeitete Calle Fuhr als Autor und Regisseur mit der DOSSIER-Redaktion zusammen, er entwickelte das Stück mit DOSSIER-Chefreporter Ashwien Sankholkar. Letzterer achtete dabei darauf, dass unsere journalistischen Grundsätze, Sorgfalt und Transparenz, auch auf der Bühne gelten.

Aufstieg und Fall des Herrn René Benko (2024)
Beim nächsten gemeinsamen Theaterprojekt, »Aufstieg und Fall des Herrn René Benko«, bewiesen Ashwien Sankholkar und Calle Fuhr erneut den richtigen Riecher. Das Stück verhandelt einen der größten Wirtschaftsskandale der Zweiten Republik, der Medien wie Justiz noch immer beschäftigt. Schon nach der ersten Ankündigung wurde das Stück zum Publikumsschlager. Zudem geht die Inszenierung auf die neuesten Entwicklungen zum Prozess gegen René Benko ein, wodurch sie stets aktuell bleibt.

DOSSIER live: Propaganda (2025)
Im Juni und Oktober 2025 brachte DOSSIER mit dem Schauspielhaus Wien eine weitere Form von Recherchetheater auf die Bühne: Die investigative Lecture-Performance »DOSSIER live: Propaganda« widmet sich Fakten, sogenannten Fake News, parteinahen Medien und der zentralen Frage, wie Propaganda funktioniert und wie sie sich entlarven lässt. Während 75 Minuten verschränkten sich die von DOSSIER-Chef Florian Skrabal live präsentierten Recherchen mit der künstlerischen Gestaltung durch das Ensemblemitglied des Schauspielhauses Kaspar Locher und Samira Kossebau, Studentin im Abschlussjahrgang der MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Anschließend
fanden Publikumsgespräche statt.

Pseudorama (2025)
Ein Experiment war auch unser jüngstes Stück »Pseudorama«, das im September 2025 unter dem neuen Intendanten des Wiener Volkstheaters, Jan Philipp Gloger, Premiere feierte. Das Stück, das über weite Strecken in vollkommener Dunkelheit spielt, beschäftigt sich mit Desinformation und der Manipulation von Wahrheit während der Covid-19-Pandemie. Die Folge: ein Auseinanderdriften der Gesellschaft, das sich bis heute fortsetzt. Sie zerfällt in getrennte Sphären, Konsens und Dialog erscheinen unmöglich, Misstrauen wächst, und das Vertrauen geht sogar in Familien, Freundschaften und Beziehungen verloren. Inszeniert wurde »Pseudorama« vom preisgekrönten Regieduo Victoria Halper und Kai Krösche (Kollektiv DARUM).

DOSSIER live: Ob sie wollen oder nicht (2025/2026)
Runde zwei des Formats »DOSSIER live« geht am 17. Dezember 2025 um 20 Uhr im Schauspielhaus Wien über die Bühne. Die neue Ausgabe unserer Lecture-Performance – eine Art performativer Ted-Talk, der journalistische Recherche mit Schauspiel verschränkt – befasst sich mit dem Schwerpunktthema des vorliegenden Magazins: dem Erwachsenenschutz. DOSSIER-Chef Florian Skrabal gibt Einblicke in die Recherche und liefert Zahlen, Daten und Fakten. Kaspar Locher und Maximilian Thienen aus dem Ensemble des Schauspielhauses verleihen dem schweren Thema durch ihre Darbietung eine gewisse künstlerische Leichtigkeit. Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch statt. Tickets gibt es über das Kartenservice des Schauspielhauses. DOSSIER-Mitglieder zahlen den reduzierten Preis von 15 statt 21 Euro.
