Traiskirchen: Eine Zeitreise

Traiskirchen steht wie kein anderer Ort in Österreich für Asyl. Am 5. November 1956 wird hier, rund 30 Autominuten südlich von Wien, erstmals ein Flüchtlingslager eingerichtet – nachdem sowjetische Streitkräfte den Ungarischen Volksaufstand brutal niedergeschlagen hatten, flohen Tausende westwärts nach Österreich. An die 6.000 Flüchtlinge kamen alleine am ersten Tag im provisorisch eingerichteten Lager Traiskirchen an. Die Stadt selbst zählte damals rund 6.300 Einwohner. Seitdem ist das Flüchtlingslager das größte und bekannteste des Landes – und ist immer wieder Anlass für Diskussionen.