Internationales Interesse

In den vergangenen Wochen besuchten uns Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland, Italien und der Schweiz, um über unsere Recherchen zu Inseraten und Glücksspiel, wie auch über unsere Arbeitsweise zu berichten. Hier ein kurzer Überblick:

NDR-ZAPP (Deutschland)

Das NDR-Medienmagazin ZAPP kam nach Wien, um anlässlich der DOSSIER-Recherchen zur Inseratenvergabe der Stadt Wien und der Artikelserie zur Gründung der Gratiszeitung Heute über die Verflechtungen zwischen Politik und Medien in Österreich zu berichten. Der Beitrag „Inserate für Hofberichterstattung?” von Redakteurin Melanie Stein wurde am 18. Februar 2015 um 23:20 Uhr auf NDR erstmals ausgestrahlt.

Das Wesentliche kurz zusammengefasst: Die österreichische Bundesregierung gibt unverhältnismäßig mehr Geld für Inserate aus als die deutsche. Im Fall der Gratiszeitungen Heute und Österreich wurde ein Zusammenhang zwischen Inseratenvolumina und wohlwollender Berichterstattung wissenschaftlich nachgewiesen. Mit der Vergabe von Inseraten praktizieren öffentliche Stellen eine Art inoffizielle Presseförderung. DOSSIER hat über diese Sachverhalte in der Vergangenheit ausführlich berichtet. Durch das Interesse der deutschen Kollegen erhält das Thema erneut Aufmerksamkeit – vor allem in den sozialen Medien. Zudem berichteten der Kurier und die Vorarlberger Nachrichten

Corriere della Sera (Italien) 

Aus Italien kontaktierte uns der Journalist Giorgio Simonetti. In seinem Videobeitrag „Krieg gegen die Spielautomaten“ für die italienische Tageszeitung Corriere della Sera berichtet Simonetti über das Verbot des Kleinen Glücksspiels in Wien. Neben Stadtrat David Ellensohn (Die Grünen), Helmut Kafka (Automatenverband) und Eva Maltschnig (Sektion 8, SPÖ) kommt DOSSIER-Chefredakteur Florian Skrabal zu Wort. Das Spiel an Glücksspielautomaten ist auch in Italien ein heißes Thema. Simonetti überließ uns Daten zum Vergleich: Demnach kam in Wien vor der Gesetzesänderung ein Automat auf 690 Einwohner, in Rom sind es 87 Einwohner pro Automat.

Edito (Schweiz)

Der Schweizer Journalist Philipp Cueni besuchte uns an einem Samstagnachmittag in der Redaktion. Cueni ist Chefredaktor des Schweizer Medienmagazins Edito. In seinem Bericht beschreibt er die Idee hinter DOSSIER und verrät in einem Nebensatz, woran wir derzeit arbeiten. Viel Vergnügen beim Lesen!